Interview mit Alberina Rrustolli, Titelmodel vom Berufskatalog

1. Oktober 2019
02/2019

Sich für einen Beruf zu entscheiden, kann schwer sein. Unser Titelmodel des letztjährigen Berufskatalogs, Alberina Rrustolli, kann ein Lied davon singen. Sie erzählt im Interview von den Herausforderungen des letzten Schuljahres, von persönlicher Entwicklung und wie es ist, vor der Kamera zu stehen.

Du bist kürzlich ins zweite Lehrjahr als Fachfrau Gesundheit gestartet. Welche Bilanz ziehst du bis jetzt? Mein erstes Lehrjahr war ein sehr spannendes und angenehmes Jahr für mich. Ich habe viele neue Leute kennengelernt, mein Wissen erweitert und mich selbst besser kennengelernt.
Wie hast du das letzte Schuljahr erlebt? Um ehrlich zu sein war das letzte Schuljahr eine der schwierigsten Zeiten für mich. Es fiel mir schwer, den Leistungsdruck an der Schule auszuhalten und gleichzeitig eine Lehrstelle zu finden.
Wie ist die Lehrstellensuche gelaufen und wie hast du deine Lehrstelle schlussendlich gefunden? Ich war sehr fleissig, was die Stellensuche angeht. Das Problem war, dass ich die Bewerbungen einfach losgeschickt habe, ohne zu überlegen, ob ich den Beruf überhaupt möchte. Anfang März 2018 hatte ich noch keine Lehrstelle – und verlor die Motivation. Meine Schwester konnte mich überreden, in ihrem Beruf als Fachfrau Gesundheit zu schnuppern. Nach diesem Schnuppertag wusste ich, dass ich genau nach so einer Arbeit gesucht hatte. Ich begann direkt mit den Bewerbungen, bekam noch in der gleichen Woche zwei Zusagen und musste mich somit für eine entscheiden. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal Fachfrau Gesundheit werde, aber es war die beste Entscheidung und ich kann mir keinen besseren Beruf vorstellen.
Wie wichtig war dein Abschlusszeugnis bei der Stellensuche? Es war schon wichtig, jedoch habe ich mir nicht den Kopf zerbrochen, wenn ich mal eine schlechte Note bekommen habe. Ich wusste, dass ich mein Bestes gegeben hatte und das reichte mir.
Hast du bei deiner Suche auch den Berufskatalog genutzt? Ja, immer wieder. Das war damals die Auflage 2016/2017.
Wie hat es sich ergeben, dass du beim Shooting für den Berufskatalog 2018/2019 mitgemacht hast? Ich bekam wie schon viele Male einen Newsletter von gateway.one und habe gesehen, dass ein Model gesucht wird. Ich liebe es, Neues auszuprobieren, deshalb dachte ich mir: Warum nicht? Ich wollte schon immer wissen, wie es ist, als Model vor der Kamera zu stehen.
Wie ist das Shooting verlaufen? Es war eine grossartige Erfahrung und es hat mir grossen Spass gemacht, vor der Kamera zu stehen.
Wie hat dein Umfeld darauf reagiert? Meine Mutter war zu Beginn die einzige, die sich mit mir gefreut hat. Der Rest hat es weder wirklich ernst genommen noch realisiert. Erst, als der Katalog erschienen ist, hatten alle grosse Freude daran.
Bist du aufgrund des Titelbilds auch von Fremden erkannt worden? Ja, sehr oft sogar. Auf den Sozialen Medien wurde ich häufig angeschrieben und gefragt, ob ich das sei. Als ich am Besuchsmorgen meiner alten Schule war, sind alle Schüler auf mich zugestürmt und haben mir viele Fragen gestellt. Und meine ehemalige Lehrerin war sehr stolz, dass ihre Schülerin auf dem Katalog abgebildet ist.
Würdest du auch anderen empfehlen, bei einem Projekt von gateway.one mitmachen? Auf jeden Fall! Es ist ein tolles Unternehmen und für mich war das eine einmalige Chance. Und es ist doch gut, immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren.
Was würdest du Jugendlichen raten, denen der Schulabschluss und das Finden einer Lehrstelle noch bevorstehen? Nehmt dieses letzte Jahr ernst und gebt euer bestes, das für euch Passende zu finden. Es lohnt sich!