Mit Route2China die chinesische Geschäftswelt erobern

1. Oktober 2019

Route2China und Credit Suisse bieten jungen Informatik-Lernenden eine einmalige Chance: Vier Wochen Praktikum in Shanghai während der Berufslehre. Frei nach dem chinesischen Sprichwort «Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt», ziehen die zukünftigen IT-Experten am 28. September 2019 los, um sich wertvolle Kenntnisse zur chinesischen Kultur, Sprache, Wirtschaft und Arbeitswelt anzueignen. Denn China ist eine Quelle für technische Innovation, ein spannender Handelspartner und grosser Exportmarkt.

Mobil, weltoffen und global denkend: So soll die nächste Generation für die Arbeitswelt ausgebildet werden. Zum Beispiel in China, dem grössten Markt der Welt, wo sich der Berufsnachwuchs sprachliche (Englisch und Chinesisch) und interkulturelle Kompetenzen aneignen kann, welche für Unternehmen, die in Kontakt mit dem asiatischen Arbeitsmarkt stehen, unverzichtbar sind.
Voller Vorfreude: vier IT-Berufslernende der Credit Suisse mit ihrem zukünftigen Arbeitgeber auf Zeit, Lincoln Yin, Gründer von RootAnt (links), Christian Heintz von der CS (zweiter von links) und Min Wang von Route2China (rechts)

Brücken zwischen der Schweiz und China bauen

Es soll den Lernenden nicht ergehen wie Min Wang, Leiterin von Route2China. Diese kam beruflich aus der chinesischen Industriestadt Wuhan nach Zürich, der Finanzmetropole der Schweiz. Sie erwartete Menschenmassen und Wolkenkratzer und erlitt einen regelrechten Kulturschock, als sie im Zürcher Niederdorf, in ihren Augen eher «Dörfli», ankam. Eine Geschäftsidee konkretisierte sich: Brücken bauen, Verständnis schaffen und die Schweiz mit China verbinden.
Von dieser Idee ist auch die Credit Suisse angetan, die ihren Lernenden bereits seit mehreren Jahren Programme zur Mobilitätsförderung anbietet. In Kooperation mit Frau Wang, die sowohl über das Fachwissen, wie auch über die Kontakte verfügt, bietet die CS ihren Lernenden in den kommenden Wochen ein massgeschneidertes Angebot im Rahmen der FinTech (Finanztechnologie; technologisch weiterentwickelte Finanzinnovationen).

Ein Praktikum in China als Chance

Lincoln Yin, Gründer von RootAnt, einer führenden FinTech Firma in Asien

Christian Heintz, Head Young Talents Zürich, ist überzeugt, dass ein Aufenthalt in China eine grosse Chance für die Berufslernenden der Credit Suisse ist: «Wir möchten unseren Lernenden während des Praktikums in China die Möglichkeit bieten, ihre interkulturellen und sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln». Weil er davon überzeugt ist, dass nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Credit Suisse von diesem Angebot profitieren werden, übernimmt die Bank 50 Prozent der anfallenden Kosten. Dazu Heintz: «Wir gewinnen hochmotivierte Lernende mit ausgeprägten Fähigkeiten. Mit diesem Angebot möchten wir uns bei unseren engagierten Nachwuchskräften für ihre hervorragenden Leistungen bedanken. Es ist schön, mit solchen Programmen zeigen zu können, wie erfolgreich das Schweizer Berufsbildungssystem ist und wie beide Seiten davon profitieren können.».

Bei der RootAnt Group Erfahrungen sammeln

Deshalb reisen Ende September vier Informatiklernende der Credit Suisse nach Shanghai, um bei der RootAnt Group, einer von 300 Partnerfirmen von Route2China, den chinesischen Arbeitsalltag zu erleben und in die chinesische Kultur einzutauchen: Arbeitserfahrung vor Ort, ein Sprachkurs, ein Ausflug, Netzwerkevents und kulturelle Aktivitäten… Damit schaffen sich die Lernenden eine gute Basis, um nach dem Lehrabschluss eine attraktive Arbeitsstelle zu finden. Unter den glücklichen Teilnehmern ist auch Jerome Fietz, der sich schon sehr auf seinen Aufenthalt in China freut: «Ich bin immer daran interessiert, verschiedene Arbeitskulturen kennenzulernen. Mein Ziel ist es, die Art und Weise, wie ich meinen Beruf ausübe, zu verbessern und zu erweitern, inspiriert von Erfahrungen, die ich in einem Projekt wie dem China-Projekt sammeln kann». Hierfür habe er sich sorgfältig vorbereitet: «Als erstes habe ich mich über Shanghai und China, sowie deren Kultur informiert. Do’s and Dont’s, Informationen über meinen Alltag in Shanghai, wie Zahlungsmöglichkeiten, öffentliche Verkehrsmittel und mehr. Allerdings habe ich mich bewusst nicht ausführlich mit einigen Themen beschäftigt. Einige Dinge sollten auch eine Überraschung bleiben».

Jetzt geht’s los

Nun zieht er also los, der junge Mann, um in einem Viererteam mit anderen Lernenden aus der Credit Suisse ein Proof of Concept einer "Supply Chain Finance Plattform” zu entwickeln. Dazu gehört die Business und Produktplanung, Supply Chain Recherchen, Architektur und Infrastruktur des Produktes sowie Customer Journey und Client Experience. Auch sollte das Ganze auf einer Blockchain Technologie basiert sein. Über seine Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse hören wir nach seiner Reise ins ferne China.
Fortsetzung folgt…